Die Bürgerbrücke in der Wüste kommt!



Das Leben und Erscheinungsbild eines Stadtteils, eines Quartiers wird bestimmt durch die Menschen, die dort leben und dem, was sie bewirken, sichtbar machen und als „ihres“ bezeichnen können. Bewohnerinnen und Bewohner der Wüste erhalten mit einem Brückenschlag besonderer Art jetzt die Gelegenheit, einen markanten

Ort mitten in ihrem Stadtteil durch ein zukunftweisendes Bauwerk zu bereichern.


In den letzten beiden Wüstenwind-Ausgaben haben wir davon berichtet, dass der Impuls von Wüsteninitiative und „Projekt Urbane Interventionen“ der Hochschule für eine

Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Pappelgraben im Verlauf der Schreberstraße von Politik und Verwaltung aufgegriffen wurde. Stadtentwicklungsausschuss und der Rat der Stadt haben den Brückenbau mittlerweile auch beschlossen, allerdings hat die hierbei gewählte Bauvariante nur eine lichte Breite von 2,80 m. Bei der zu erwartenden und gewünschten Nutzung ist das nicht ausreichend, denn die Zeichen der Zeit weisen in Richtung „Stadt der kurzen Wege“, die zunehmend zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt werden. Dazu muss der notwendige Platz vorhanden sein. Für die „WüsteBürgerbrücke“, so der derzeitige Arbeitsbegriff, bedeutet das eine nutzbare Breite von 4 m. Mit dieser Brückenerweiterung entstehen allerdings Mehrkosten, die aus und von der Bürgerschaft nach Absprache mit Vertreterinnen des Stadtentwicklungsausschuss bis zur Jahresmitte 2022 eingeworben werden dürfen. Die Verwaltung hat jetzt mitgeteilt, dass sich diese Mehrkosten auf rund 50.000 € belaufen werden. Zur „WüsteBürgerbrücke“ selbst und allem, was damit in Verbindung steht, erstellen wir zurzeit Anschauungs- und Informationsmaterialien, die auch ausgehängt und verteilt werden sollen.


Damit wenden wir uns dann an Stiftungen, Vereine, Geschäftsleute, die Einrichtungen im Einzugsbereich der Schreberstraße und insgesamt die Wüstenbewohnerinnen und -bewohner, um eine gemeinsame Finanzierung der Zusatzkosten zu bewerkstelligen. Dazu werden Patenschaften für die Bohlen vergeben, von denen 50 Stück auf dem Brückenboden verbaut werden. Die Patenschaft für eine ganze Bohle von 4 m Länge gibt es gegen eine Spende von 1.000 €, es können natürlich auch meterweise

Teilpatenschaften erworben werden. Außerdem können sich mehrere Spenderinnen oder Spender eine Paten- oder Teilpatenschaft teilen.


Jede Einzel- oder Gemeinschaftspatenschaft wird, wie von den Baumpatenschaften bekannt, mit einer Plakette auf der entsprechenden Bohle „beurkundet“. Natürlich sind auch Spenden herzlich willkommen, die nicht in Verbindung mit

einer „Bohlen-Patenschaft“ stehen.


Weiteres dazu, wie auch das Spendenkonto, wird in der

nächsten Wüstenwind-Ausgabe sowie über die Internetseite

der Wüsteninitiative www.wüsteninitiative.de und

andere Wege bekannt gegeben.


Wir freuen uns jetzt schon auf den Moment, wenn wir dann gemeinsam mit Patinnen und Paten und vielen Wüstenbewohnerinnen und -bewohnern diese „WüsteBürgerbrücke“ mit Blick auf die bekannte Promenade am Pappelgraben und eine neu gestalteten „Schreber-Allee“ einweihen können. Wobei auch der Blick auf die Patenschaftsplaketten

als Beleg für die hoffentlich große Unterstützung nicht vergessen werden sollte. Gemeinsam kriegen wir das hin. Übrigens wird immer noch nach den passenden Namen sowohl für die „WüsteBürgerbrücke“ als auch für die dann neu gestaltete Wegstrecke zwischen Pappelgraben und Jahnstraße gesucht.


Vorschläge / Fragen oder Anregungen dazu nehmen wir jetzt

schon gerne per Mail an bruecke@wuesteninitiative.de entgegen.


Deshalb, mit weiterhin zuversichtlichen Grüßen aus der

Wüste

Eure/Ihre Wüsteninitiative

Quelle Skizze: Prof. Dirk Manzke

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